Standortbestimmung

Einen Überblick über die Rechtsquellenlage des internationalen Transportrechts zu gewinnen, stellt schon aufgrund der Vielzahl potentiell einschlägiger völkerrechtlicher Verträge eine Herausforderung dar.1 Sodann fällt die Abgrenzung der einzelnen Anwendungsbereiche der meist nur für eine bestimmte Transportart geschaffenen Übereinkommen aufgrund des in der Praxis häufig multimodal erfolgenden Transports nicht immer leicht.2 Es ist daher nicht der Anspruch des Wegweisers, diesen «Sumpf des Transportrechts»3 trocken zu legen. Erleichtert werden soll indessen der Einstieg in die Materie, insbesondere in die grossteils sachrechtsvereinheitlichenden Konventionen. Zur besseren Orientierung werden aber auch die wichtigsten nationalen Rechtsquellen der Querschnittsmaterie Transportrecht angeführt.


  1. Aus der Perspektive des unionalen Rechts Basedow, International Transport Conventions and the European Union, in: Pfeiffer et al.(Hrsg.), Liber amicorum Monika Pauknerová, Prag 2021, 11 ff. 

  2. Zu diesem Aspekt etwa Furrer/Vasella, «Transportkollisionsrecht» – Zur Rolle des IPR bei der grenzüberschreitenden Beförderung von Gütern, in: Grolimund/Koller/Loacker/Portmann (Hrsg.), FS Schnyder, Zürich 2018, 103 ff. 

  3. Basedow, Der Transportvertrag. Studien zur Privatrechtsangleichung auf regulierten Märkten, Tübingen 1987, 63.